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Deutlich mehr Wildunfälle in Bayern

Kammerstein/München (dpa/lby) – 2019 sind in Bayern deutlich mehr Unfälle mit Wildtieren passiert. Im Vergleich zum Jahr 2018 sei die Anzahl der Wildunfälle landesweit um mehr als acht Prozent auf rund 82 000 gestiegen, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag bei einem Termin im mittelfränkischen Kammerstein. Auch die Zahl der dabei verletzten Personen sei angestiegen – um zwei Prozent auf 520, vier Personen seien sogar bei Wildunfällen getötet worden.

Als Gründe für den Anstieg nannte Herrmann den hohen Wildbestand. Umso wichtiger sei eine angepasste Geschwindigkeit. Um Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer besser zu sensibilisieren, werden derzeit vom Bayerischen Jagdverband landesweit an besonderen Brennpunkten 1500 Warntafeln zur Vermeidung von Wildunfällen aufgestellt. «Die Beschaffung der 1500 Warntafeln zur Vermeidung von Wildunfällen fördert der Freistaat rund zur Hälfte über die Jagdabgabe. Für die Plakate in ganz Bayern ist das ein Zuschuss von mehr als 50 00 Euro», sagte Herrmann. Die Wildwarntafeln zielen mit emotionalen Bildern, etwa eines hilflosen Jungfuchses, darauf ab, die Verkehrsteilnehmer zu einem verantwortungsvollen Fahren aufzufordern.