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Warten auf die Impfung: Vorbereitungen auf Hochtouren

München (dpa/lby) – Der Countdown für den Start der Corona-Impfungen in Bayern läuft. Am Sonntag sollen die ersten Menschen im Freistaat die erste Impfdosis erhalten, Bewohner in Alten- und Pflegeheimen sowie pflegerisches und medizinisches Personal. Gesundheitsministerin Melanie Huml und Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (beide CSU) werden zum Auftakt der Impfungen eine Seniorenresidenz im Landkreis Fürstenfeldbruck besuchen, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. An dem Termin wird auch Landrat Thomas Karmasin (CSU) teilnehmen.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte bereits vor zu großen Hoffnungen auf rasche Fortschritte gewarnt: «Trotz der Impfungen stehen uns allen noch herausfordernde Monate bevor.» Es sei deshalb weiter wichtig, die Schutzmaßnahmen einzuhalten und die sozialen Kontakte zu reduzieren. «Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass wir mit dem Beginn der Impfungen in unserer Wachsamkeit und Vorsicht nachlassen dürfen», sagte die Ministerin kürzlich.

Am Samstag sollen die ersten 9750 Impfdosen in München und Erlangen ankommen. Von dort werden sie auf alle 99 Impfzentren in Bayern verteilt. Am Impfzentrum Dasing im Landkreis Aichach-Friedberg werden Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) und Gesundheitsstaatssekretär Holetschek zusammen mit Landrat Klaus Metzger die ersten Corona-Impfstoffe in Empfang nehmen.

Tags darauf werden die ersten mobilen Impfteams aus den Impfzentren ausrücken. In den ersten Tagen wird das Impfen weitestgehend in Alten- und Pflegeheimen stattfinden sowie in Krankenhäusern für deren Personal. Neben Heimbewohnern gehören die Bediensteten der Heime und medizinisches Personal in Intensivstationen und Notaufnahmen dazu.

Am 29. Dezember sollen weitere 97 000 Dosen in Bayern ankommen; am 31. Dezember werden 107 000 Impfdosen erwartet. Von Januar an sollen dann jede Woche rund 100 000 Dosen eintreffen.

Im Gesundheitsministerium wird damit gerechnet, dass die Impfung der ersten Prioritätengruppe bis mindestens Ende Januar dauert, wie ein Sprecher sagte. Wenn die nächste Gruppe geimpft werden kann, werde darüber umfangreich öffentlich informiert. Die bundesweit vereinbarte Prioritätenfolge werde strikt eingehalten.

Wer nicht zur höchstpriorisierten Gruppe gehöre, sollte derzeit nicht versuchen, einen Termin zu vereinbaren, sagte der Sprecher. Die erste Gruppe der über 80-Jährigen würden rechtzeitig informiert, wie sie an ihr Impfangebot komme. Dazu würden die Menschen ab Anfang Januar angeschrieben.

Die Impfdosen werden zunächst in acht Verteilzentren in Spezialtiefkühlschränken bei minus 70 Grad Celsius aufbewahrt; in den Impfzentren werden die Fläschchen in normalen Medizinkühlschränken gelagert und müssen binnen drei bis fünf Tagen verbraucht werden.