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Corona-Zahlen nähern sich in mehreren Orten dem Frühwarnwert

München (dpa) – In mehreren Orten Oberbayerns rückt die Zahl der Corona-Infektionen nahe an den vereinbarten Frühwarnwert heran. Etwa in Ebersberg gab es nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom Freitag 34,47 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner. In Rosenheim lag der Wert bei 33,16 und in Ingolstadt bei 31,39.

Bei einem Wert von 35 sind die Gesundheitsämter verpflichtet, das Gesundheitsministerium über die Ursache der steigenden Zahlen und über lokale Gegenmaßnahmen zu informieren. Die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50.

Auch in München steigen die Zahlen. Zuletzt wurden absolut mehr als 80 neue Fälle pro Tag gemeldet – vor wenigen Wochen war es teils nur ein Zehntel davon. Die 7-Tage-Inzidenz für München lag am Freitag beim 27,05.

Unter anderem Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März (CSU) äußerte sich besorgt. Seit einigen Wochen zeichne sich eine kontinuierliche Steigerung bei den Infektionszahlen ab. «Das hängt sicherlich mit der Ausweitung der Corona-Tests zusammen. Wir registrieren aber auch ein deutlich zunehmendes Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit Urlaubsreisen, vor allem bei Rückkehrern aus südosteuropäischen Ländern», sagte März am Donnerstag. Er rief Infizierte auch ohne Symptome auf, sich an die Quarantäne-Regeln zu halten.

Laut LGL fließen die Zahlen der an den bayerischen Teststationen getesteten Reiserückkehrer in die amtliche Statistik ein. Maßgeblich sei hier aber der Wohnort oder Aufenthaltsort, nicht der Ort der Untersuchung. Folglich sind in den Zahlen für bestimmte Kommunen nicht Reiserückkehrer enthalten, die gar nicht dort leben.