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Corona: So geht es der Tourismusbrache in der Region

Corona hat den Tourismus in Sachsen hart getroffen. Rund 4,8 Millionen Touristen und knapp 13,5 Millionen Übernachtungen weist die Statistik für das vergangene Jahr auf. Das bedeutet 43 Prozent weniger Ankünfte von Übernachtungsgästen und 35 Prozent weniger Übernachtungen als 2019. Diese Zahlen entsprechen ungefähr dem Niveau von vor 20 Jahren. Trotzdem blickt der Landrat des Vogtlandkreises, Rolf Keil, in seiner Funktion als Präsident des Landestourismusverbandes Sachsen vorsichtig optimistisch nach vorne.

Große Potenziale ergeben sich für Keil in den Bereichen Natur- und Aktivurlaub, der Schärfung des Profils vom Städtetourismus sowie bei der Gestaltung innovativer Angebote abseits der üblichen Touristenpfade. Unternehmen müssten verstärkt auf Digitalisierung, Flexibilität, Nachhaltigkeit und Innovationen setzen. Der Tourismus brauche jetzt Perspektiven und eine konstruktive Aufbruchsstimmung, um sich für die Herausforderungen der kommenden Jahre zu rüsten, so Keil. Angesichts der weiter grassierenden Corona-Virus müssten Unternehmen und Destinationen gleichermaßen bei den Gästen mit „sicheren Angeboten“ um Vertrauen zu werben, damit Reisen für alle wieder unbeschwert möglich werde. Gebraucht werden praktikable Impfverfahren, anerkannte Testroutinen und kluge Lösungen zur Nachverfolgung für den betrieblichen Alltag im Tourismus.

 

Die Situation im Fichtelgebirge:

Rückläufige Besucherzahlen und herbe Einbrüche bei den Einnahmen. Das haben auch die Tourismusbetriebe im Fichtelgebirge im Corona-Jahr 2020 zu spüren bekommen. Im Vergleich zu anderen Regionen seien das Fichtelgebirge und auch die Fränkische Schweiz sie aber „mit einem blauen Auge davongekommen“, heißt es im Kurier. Von Juli bis Oktober sei die Nachfrage im Fichtelgebirge riesig gewesen, sagte Tourismus-Chef Andreas Munder der Zeitung. Diese vier Monate könnten aber nicht die Einnahmen eines ganzen Jahres kompensieren. In Sachsen sind die Übernachtungen im vergangenen Jahr aber ziemlich eingebrochen: 43 Prozent weniger Ankünfte von Übernachtungsgästen und 35 Prozent weniger Übernachtungen als 2019. Landrat Rolf Keil schaut jedoch weiterhin optimistisch nach vorne. Er setzt vor allem auf Natur- und Aktivurlaub und Angebote neben den üblichen Touristenorten.