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Corona-Schutzimpfung: Stiko weist Söder-Kritik zurück

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat erneut den vorsichtigen Kurs der Ständigen Impfkommission in Bezug auf Corona-Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche kritisiert. Das Impfen von Schülerinnen und Schülern sei mit Blick auf das Ansteigen der ansteckenderen und gefährlicheren Deltavariante des Coronavirus von großer Bedeutung, sagte Söder am Freitag in Wunsiedel, etwa für einen geordneten Schulbeginn nach den Sommerferien. Die Kritik der STIKO ließ nicht lange auf sich warten:

Die STIKO sei im Gesetz bewusst als unabhängige Kommission angelegt. Die laute Einmischung der Politik sei kontraproduktiv und nütze niemandem», schrieb der Chef der Ständigen Impfkommission Thomas Mertens der Deutschen Presse-Agentur. Gegenüber RTL/ntv zeigte sich Mertens genervt von Forderungen, die Impfung für die Altersgruppen 12 bis 15 Jahren zu empfehlen. Man warte dringend auf Auswertungen aus den USA, sagte er. Man hoffe, die in den nächsten Wochen zu bekommen. In Hof wurde unterdessen bereits umgesetzt, was Söder vorschwebt: Bei Impfaktionen am Freitag und Samstag konnten sich dort Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen.