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Corona-Lage entspannt sich: Außer Grenzregion zu Tschechien

München (dpa/lby) – Die Corona-Lage entspannt sich in vielen Teilen Bayerns: In München und 19 weiteren Städten und Kreisen des Freistaats ist die 7-Tage-Inzidenz auf unter 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gesunken. Das geht aus den am Donnerstag veröffentlichten neuen Zahlen des Robert Koch-Instituts in Berlin hervor. Bayernweit am besten da steht die Stadt Regensburg mit einem Wert von 24,1. Auch die landesweite Inzidenzzahl ist auf 83,1 weiter leicht zurückgegangen, Anfang der Woche war diese noch bei über 90.

Schwierig bleibt jedoch die Situation in der Grenzregion zu Tschechien: Denn drei bayerische Kommunen lagen mit den deutschlandweit höchsten Inzidenzwerten an der Spitze der täglich vom RKI aktualisierten Tabelle: An erster Stelle der Landkreis Hof (378,7), gefolgt von Tirschenreuth (351,2) und der Stadt Hof (277,1). Unter den deutschlandweit zwanzig Kommunen mit den höchsten Inzidenzwerten sind noch fünf weitere bayerische Kreise und Städte: Wunsiedel, Regen, Weiden, die Stadt Ansbach und Miltenberg.

Doch ist mehr als ein Fünftel der insgesamt 96 bayerischen Landkreise und größeren Städte nunmehr unter die 50er-Schwelle gesunken, die Ministerpräsident Markus Söder (CSU) über Wochen als Mindestvoraussetzung für Lockerungen der Corona-Beschränkungen genannt hatte. Schnelle Entscheidungen sind aber nicht zu erwarten, denn neuerdings klingt Söder noch vorsichtiger.

Am Montag hatte der CSU-Chef die 50 eine gute Zahl genannt, «aber noch nicht automatisch die Zahl, ab der man alles wieder so machen kann wie vorher.» Vergangenes Jahr habe man in Bayern erst bei einer Inzidenz unter 10 breiter gelockert. Gleichzeitig sind die Proteste der vom Lockdown getroffenen Branchen in den vergangenen Tagen lauter geworden. Auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert «Öffnungsperspektiven». Am kommenden Montag sollen in Österreich die Geschäfte wieder öffnen dürfen, obwohl die Inzidenzzahlen dort höher sind als in Bayern.

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