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Club-Trainer kritisiert Videobeweis

Bremen (dpa) – Trainer Michael Köllner vom 1. FC Nürnberg hat erneut den Einsatz des Videobeweises in der Fußball-Bundesliga kritisiert. «Ich war noch nie ein Freund des Videobeweises und ich werde es auch nicht werden», sagte der 48-Jährige am Sonntag nach dem 1:1 (0:1) seines Teams bei Werder Bremen. «Es kann nicht sein, dass etwas eingeführt wird, das exklusiv nur in der Ersten Liga gilt. Wenn man sich zwei Stunden vorher die Zweite Liga angeschaut hat, galt da noch etwas anderes.»

Nach einem Eingriff des Videoschiedsrichters wurde am Sonntag ein Nürnberger Tor in der 59. Minute wieder aberkannt. Torschütze Ondrej Petrak hatte bei der Aktion im Abseits gestanden. Fernsehbilder zeigen, dass der Eingriff des Videoassistenten in diesem Fall richtig war. Köllner störte sich jedoch daran, dass zwischen der ersten und der endgültigen Entscheidung des Schiedsrichters ungefähr zwei Minuten vergingen. Die Bremer Spieler hatten sich den Ball schon längst wieder zum Anstoß zurechtgelegt.