© Daniel Karmann

Christkind hat schon viele Wunschzettel erhalten

Himmelstadt (dpa/lby) – Kinder aus aller Welt haben schon zahlreiche Briefe und Wunschzettel an das Christkind in Himmelstadt geschrieben. Es sei Post aus 127 Ländern gekommen, sagte Rosemarie Schotte am Mittwoch, die Bayerns einziges Weihnachtspostamt im unterfränkischen Himmelstadt (Landkreis Main-Spessart) leitet. «In diesem Jahr war erstmals ein Brief aus Tasmanien dabei.»

Offiziell startet die himmlische Poststelle an diesem Sonntag (1. Dezember). An dem Tag können Kinder – und auch Erwachsene – ihre Wunschzettel persönlich vorbeibringen und den fleißigen Helfern bei der Arbeit zuschauen. Seit 27 Jahren betreut Schotte das Postamt. Inzwischen beantwortet sie in der Vorweihnachtszeit mehrere Tausend Briefe, heuer gemeinsam mit ihrem Mann und 35 Freiwilligen.

Smartphones und Tablets stünden bei vielen Kindern oben auf der Wunschliste, sagte Schotte. Auch Barbie-Puppen, Schleich-Tiere und Playmobil seien gefragt. Jedes Jahr treffen aber auch traurige Briefe ein, in denen Kinder von der Trennung ihrer Eltern berichten, von Krankheit, Tod und Misserfolgen in der Schule. Dann nimmt sich die 78-Jährige Zeit, um den Mädchen und Buben persönlich zu antworten.

Besonders freuen sich Schotte und ihr Team, wenn die kleinen Schreiber auch selbstgemalte Bilder oder Basteleien mitschicken. Ein Kind habe in diesem Jahr sogar einen Schokoriegel zum Wunschzettel gepackt – wahrscheinlich als Stärkung für das Christkind, sagte Schotte. Die Weihnachtspostfiliale gibt es seit 1986. Sie ist eine von sieben, die die Deutsche Post in Deutschland betreibt.