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Chemiefabrik in Nordfrankreich brennt: Schulen geschlossen

Rouen (dpa) – Riesige schwarze Rauchwolken über Rouen in der Normandie: Wegen eines Feuers In einer Chemiefabrik haben die Behörden in der nordfranzösischen Stadt sowie umliegenden Gemeinden Schulen und Kinderkrippen geschlossen.

Das Innenministerium forderte die Bürger auf, so weit wie möglich in Gebäuden zu bleiben und sich nicht dem Rauch auszusetzen. Menschen kamen zunächst nicht zu Schaden.

Französische Medien berichteten von riesigen Flammen und Explosionen in der Fabrik des Unternehmens Lubrizol, das Zusatzmittel für Öle herstelle. Der Brand sei inzwischen unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht. Die Produktionsanlage liegt wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

Die Fabrik gehört nach Behördenangaben in die sogenannte Seveso-Kategorie von gefährlichen Standorten, die besonders überwacht werden. Im italienischen Seveso bei Mailand war es 1976 zu einem verheerenden Chemieunfall gekommen.

Der Präfekt der Region Normandie, Pierre-André Durand, sagte dem Nachrichtensender Sender BFMTV, es sei zunächst keine «hohe Giftigkeit» in Proben festgestellt worden. Eine Verschmutzung des nahe gelegenen Flusses Seine könne aber nicht ausgeschlossen werden.

Der Brand sei am frühen Morgen gegen 02.40 Uhr ausgebrochen, berichteten die Behörden. Die Ursache blieb zunächst unklar. Rauchwolken zogen in nordöstliche Richtung. Es könnte auch in benachbarten Gemeinden ein unangenehmer Geruch auftreten. Rouen ist eine regionale Metropole und liegt an der Seine zwischen Paris und der Hafenstadt Le Havre.