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Charlotte Knobloch begrüßt Kruzifix-Verordnung

München (dpa/lby) – Für die Kruzifix-Offensive von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hagelt es viel Kritik – positiv geäußert hat sich dagegen Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Der «Welt» sagte sie am Mittwoch: «Gerade vor dem Hintergrund der Mammutaufgabe Integration halte ich es für wichtig und richtig, die Normen und Werte zu definieren und deren Anerkennung einzufordern, die für das Miteinander in unserem Land indisponibel sind.» Dazu gehöre auch eine gewisse Symbolik, «um Identität und Prägung zu demonstrieren». Über einzelne Maßnahmen könne man unterschiedlicher Meinung sein.

Am Dienstag hatte das Kabinett beschlossen, dass in allen Landesbehörden im Eingangsbereich ein Kreuz angebracht werden soll. Söder hatte dabei betont, das Kreuz stehe nicht für eine Religion, sondern sei ein «Bekenntnis zur Identität» und zur «kulturellen Prägung» Bayerns: «Das Kreuz ist nicht ein Zeichen einer Religion.»