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Buß- und Bettag: Ein Tag zum Innehalten

Heute (MI) ist Buß- und Bettag – ein evangelischer Feiertag, der fast im Alltag untergeht, hätten die Kinder heute nicht schul- und teils auch kindergartenfrei. Nur in Sachsen muss heute niemand arbeiten.

Der Hofer Dekan Günter Saalfrank findet den kirchlichen Feiertag trotzdem wichtig wie nie: Im immer enger getakteten Alltag ist es notwendiger denn je, von Zeit zu Zeit inne zu halten und zu überlegen, wo im eigenen Leben und in der Gesellschaft etwas verkehrt läuft und was geändert werden müsste, schreibt Saalfrank in einer Mitteilung. Buße sei Umkehr von falschen Wegen und Korrektur.

Die evangelischen Gemeinden im Dekanat Hof laden daher am frühen Abend zu Gottesdiensten ein, damit jeder teilnehmen kann. Um 9 Uhr 30 vormittags gibt es einen zentralen Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl in der Michaeliskirche in Hof.

 


 

Am heutigen Buß- und Bettag können sich die Schülerinnen und Schüler in der Euroherz-Region nochmal rumdrehen im Bett. Sie haben frei. Und sogar einige Kindergärten sind geschlossen. Aber warum eigentlich? Die Frage darf durchaus erlaubt sein, wo der Buß- und Bettag als evangelischer Feiertag nur noch in Sachsen ein gesetzlicher Feiertag ist. Übrigens ein Nachteil für die Sachsen, denn durch diesen einen freien Tag mehr, müssen sie mehr in die Pflegeversicherung einzahlen. Die Schüler hier in Bayern haben tatsächlich auch frei, dafür müssen die Lehrer in der Schule antreten, zum sogenannten Pädagogischen Tag. Wer tatsächlich sehr evangelisch ist, kann sich unter Hinweis auf seine religiösen Pflichten beim Arbeitgeber freinehmen, das erlauben die Feiertagsgesetze.