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Busfahrer-Warnstreik in drei bayrischen Städten gestartet

Aschaffenburg/Coburg/Kaufbeuren (dpa/lby) – Der Warnstreik von Busfahrern in drei bayrischen Städten hat am frühen Mittwochmorgen begonnen. Die Gewerkschaft Verdi hatte Busfahrer in Aschaffenburg, Coburg und Kaufbeuren dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Hintergrund ist ein Tarifstreit im privaten Busgewerbe in Bayern.

In Coburg läuft der Warnstreik bereits seit 4.00 Uhr, in Aschaffenburg seit 04.15 Uhr und in Kaufbeuren seit 04.45 Uhr. In Kaufbeuren legen die Fahrer lediglich vier Stunden – bis 08.45 Uhr – ihre Arbeit nieder. In den beiden anderen Städten soll bis Mitternacht gestreikt werden. «Hier wird der komplette Omnibusverkehr eingestellt», sagte Dirk Schneider, Sprecher der Gesellschaft Verdi in Coburg. In Aschaffenburg wollen die Stadtwerke nach eigenen Angaben zumindest einen Notbetrieb im Linienbusverkehr aufrecht erhalten.

In einer ersten Verhandlungsrunde hatte der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) eine «Corona-Pause» bis Januar gefordert. Die von Verdi geforderte Lohnerhöhung sei «zum gegenwärtigen Zeitpunkt in keiner Weise zu realisieren», sagte eine Verbandssprecherin. Verdi betonte dagegen, Tarifabschlüsse in anderen Bundesländern hätten gezeigt, dass eine Lohnerhöhung auch in Corona-Zeiten möglich sei. Weitere Ausstände seien ohne ein Angebot des LBO «sehr wahrscheinlich».

Auch Postbeschäftigte rief die Gewerkschaft Verdi mit Blick auf die nächste Verhandlungsrunde mit der Deutschen Post am Mittwochmorgen zum Warnstreik auf. Die Beschäftigten sollen ihre Arbeit im Münchner Briefzentrum und an mehreren Standorten in NRW niederlegen.