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Bundestagswahl 2021: Ergebnisse und Stimmen aus Hochfranken

Die Wahlergebnisse setzen sich aus den verschiedensten Wahlkreisen in Deutschland zusammen. Das führt dazu, dass es in der einen Region ganz anders aussehen kann als in der anderen. Vor vier Jahren waren die Verhältnisse in den Landkreisen Hof und Wunsiedel dagegen so wie im Bund verteilt. Diesmal sieht es anders aus. Die AfD bleibt drittstärkste Kraft mit einem Ergebnis von fast 12 Prozent, hat im Vergleich zur letzten Bundestagswahl aber verloren. Auch die CSU hat nach 2017 erneut an Zustimmung verloren und rutscht um gut fünfeinhalb Punkte ab auf 33 Prozent. Der Wahlgewinner hier ist auch die SPD mit einem Plus von gut zwei Punkten und kommt jetzt auf gut 24 Prozent. Die Grünen konnten zwar auch zulegen, bleiben aber im einstelligen Bereich (Erststimme: 6,4 Prozent/Zweitstimme: 7,7 Prozent).

Die Linke verliert deutlich und wäre allein mit den Stimmen aus Hochfranken nicht im Bundestag gelandet (Jeweils rund 2 Prozent bei Erst- und Zweitstimme). Die FDP hat untypisch für Hochfranken relativ gut abgeschnitten: 8,5 Prozent bei der Zweitstimme, 5,2 Prozent bei der Erststimme.

Was heißt das nun für die Kandidaten aus Hochfranken?

Bei der Bundestagswahl konnte Bundestagsvizepräsident Hans-Peter Friedrich von der CSU erneut das Direktmandat holen, schnitt mit gut 41 Prozent aber deutlich schlechter ab als bei der letzten Wahl 2017. Er bleibt also definitiv Bundestagsabgeordneter. Die SPD ist der große Gewinner der Wahl. Jörg Nürnberger aus dem Wahlkreis Hof/Wunsiedel könnte deshalb noch über die Landesliste einziehen.

Die Grünen haben die Möglichkeit, Teil der neuen Regierung zu sein. Der Grünen-Kandidat im Wahlkreis Hof/Wunsiedel, Ralf Reusch, ist davon überzeugt, dass es damit klappt, auch wenn er selbst nicht in den Bundestag einziehen wird. Etwas ärgert ihn am Wahlausgang aber:

Gerd Kögler von der AfD glaubt nach eigener Aussage nicht, dass er noch Chancen auf den Bundestag hat, nachdem seine Partei bayernweit eher schlecht abgeschnitten hat.

Die Wahlbeteiligung liegt bei 77 Prozent.