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Bund Naturschutz wählt Vorsitzenden Mergner wieder

Hirschaid (dpa/lby) – Bei der Jahresversammlung des Bund Naturschutz (BN) ist Richard Mergner mit großer Mehrheit als Vorsitzender bestätigt worden. Der 60-Jährige, der 2018 Hubert Weiger nachfolgte, erhielt bei der Sitzung in Hirschaid (Landkreis Bamberg) 95 Prozent der Stimmen. In seiner Bewerbungsrede am Samstag forderte er, Bayern «ökologischer und sozialer» zu gestalten.

Die Delegiertenversammlung fand teils vor Ort, teils online statt. In einer Resolutionen an die nächste Bundesregierung wurde gefordert, die Klimagasemissionen bis spätestens 2040 auf Null zu senken. Bis dahin sollten erneuerbare Energien naturverträglich soweit ausgebaut sein, dass auf fossile Energieträger verzichtet werden könne.

Mergner zählt zu den bekanntesten Vertretern des einflussreichen Umweltverbandes. 1990 begann er als Mitarbeiter in der Nürnberger BN-Landesfachgeschäftsstelle. Nach Aufgaben als Regionalreferent für Mittel- und Oberfranken und BN-Verkehrsexperte wurde er 2002 Landesbeauftragter und damit Vorstandsmitglied.

Auch beim übergeordneten Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin ist Mergner aktiv, etwa als stellvertretender verkehrspolitischer Sprecher.

Der Diplom-Geograf studierte Regionalplanung und Wirtschaftsgeografie in Freiburg und Bayreuth. Während des Studiums trat er in den BN ein, baute eine Arbeitsgemeinschaft für bäuerliche Landwirtschaft in Franken auf, war Agrarreferent der Katholischen Landjugendbewegung in der Erzdiözese Bamberg und trieb mit dem Verein «Organische Müllabfuhr» die Einführung der Biotonne in Bayreuth voran.

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