«Brücke» meets «Blauer Reiter»: Schau im Buchheim Museum

Eine der größten Ausstellungen von Werken der expressionistischen Künstlergruppen «Brücke» und «Blauer Reiter» startet am Samstag im Buchheim Museum in Bernried am Starnberger See. Die Präsentation umfasst 200 Werke, darunter 100 Gemälde. «Sie ist ein sinnliches Großereignis», sagt Museumsdirektor Daniel Schreiber. «Die Ausstellung ist so besonders, weil sie erstmals konsequent die beiden wichtigsten Künstlergruppen der Moderne in Deutschland, die «Brücke» und den «Blauen Reiter», in Dialog zueinander setzt.»

Die Bilderschau entstand durch eine Kooperation des Buchheim Museums mit den Kunstsammlungen Chemnitz und dem Von der Heydt-Museum Wuppertal. In beiden Häusern war die Ausstellung bereits in anderer Form zu sehen. Im Buchheim Museum bleibt sie bis zum 13. November.

Dabei sind womöglich letztmalig Werke aus der Privatsammlung Hermann Gerlinger zu sehen, die nach ihrer Versteigerung nicht mehr öffentlich zugänglich sein könnten. Darunter sind «Rote Düne» von Karl Schmidt-Rottluff oder «Landschaft bei Rom» von Erich Heckel, die als Dauerleihgaben viele Jahre im Buchheim Museum heimisch waren.

Zu sehen sind zudem unter anderem Werke von Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein und Emil Nolde für die «Brücke» sowie Marianne von Werefkin, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Paul Klee, Heinrich Campendonk und Franz Marc für den «Blauen Reiter», darunter bekannte Gemälde wie «Die blauen Fohlen».

«Brücke» und «Blauer Reiter» gelten als Begründer der klassischen Moderne in Deutschland. Beide Gruppen seien vereint gewesen in dem Aufbegehren gegen Konventionen des Kunstbetriebs, hätten einander gekannt, teils geschätzt und teils abgelehnt, teilte das Museum mit. Die vergleichende Bilderschau zeige nun, dass die Trennlinie aber weniger zwischen den Gruppen als innerhalb der Gruppen verlaufe.