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Brandanschläge in Plauen: Anwältin denkt an Zusammenhang

In Zwickau steht seit einigen Tagen ein Mann vor Gericht, er hat mutmaßlich Anfang des Jahres den Brand in der Plauener Dürerstraße gelegt, bei dem zwei Personen ums Leben gekommen sind. Kurz vor dem Vorfall hat es einige Häuser weiter in der Trockenthalstraße einen Brandanschlag gegeben, mit mehreren Verletzten. Die Opfer waren Roma, die Tat sei rassistisch motiviert gewesen, hat es damals geheißen. Einen Prozess in diesem Fall gibt es aber nicht, weil ein Verdächtiger fehlt.

Die Anwältin der damals verletzten Personen sieht aber Verbindungen zwischen beiden Bränden, wie die Freie Presse berichtet. Ein möglicher Täter habe Beziehungen zu den Toten aus der Dürerstraße gehabt. Außerdem seien einige Roma-Familien nach dem ersten Feuer in eben jenes Haus des zweiten Brandes gezogen. Währenddessen haben im Prozess „Dürerstraße“ weitere Zeugen ausgesagt und den Tatverdächtigen belastet, darunter seine Ex-Freundin. Er sei nach dem Brand verschwunden gewesen und habe nach seiner Rückkehr sehr verstört gewirkt. Er hatte das Wochenende in der WG der beiden Toten verbracht und wohl mit ihnen Drogen genommen.