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«Blutkünstler» Nitsch will einen «Farbrausch» in Bayreuth

Bayreuth/Pinzendorf (dpa) – Der als «Blutkünstler» bekannt gewordene Maler Hermann Nitsch (82) hält nicht viel vom Regietheater. «Wer meine Arbeit kennt, weiß, dass ich für Happenings und Performance-Kunst stehe, aber ich bin trotzdem ein Gegner des Regietheaters», sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Ich bin dagegen, dass man fertige Arbeiten ummodelliert und verhunzt mit eigenen Ideen.»

Dennoch wird die Richard-Wagner-Oper «Walküre» auf dem Grünen Hügel von Bayreuth in diesem Jahr seine Handschrift tragen. Der österreichische Aktionskünstler wird sie malerisch gestalten.

«Ich habe gar nicht gewusst, wie sehr meine Malaktion in die Klänge des «Ringes» hineinpasst», sagte er – und kündigte an: «Ich will einen Farbrausch bewirken.»

Eine andere Wagner-Oper sei ihm allerdings näher: «Viele Symbole aus dem «Parsifal» sind auch in meiner Arbeit sehr wesentlich, und ich wollte ihn immer schon inszenieren, aber da wurden mir dann andere Regisseure vorgezogen.»

Nitschs Version der «Walküre» soll am 29. Juli bei den Bayreuther Festspielen Premiere feiern.

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