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Beziehung zu Russland: Oberfränkische Wirtschaft mit Sorge

Der Giftanschlag auf den russischen Oppositionellen Nawalny bereitet auch der Wirtschaft in Oberfranken große Sorge. Die Wirtschaftskammern sehen durch den Ruf nach Sanktionen gegen Russland Einschnitte auf die Region zukommen, heißt es im Kurier. Im Bezirk der oberfränkischen Industrie- und Handelskammer in Bayreuth unterhielten derzeit etwa 100 Unternehmen geschäftliche Beziehungen mit Russland. Seit den ersten Wirtschaftssanktionen gegen das Land im Jahr 2014 sei der Export aus Gesamt-Bayern bereits um fast 28 Prozent eingebrochen. Befeuert durch die Auswirkungen der Corona-Krise sei er im ersten Halbjahr 2020 noch einmal überproportional stark zurückgegangen. Nach dem Anschlag auf Nawalny haben sich Politiker verschiedener Parteien nun für die Ausweitung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland bis hin zum Stopp der umstrittenen Gas-Pipeline Nordstream 2 ausgesprochen.