Bevölkerungsprognosen für Oberfranken: Die Reaktionen

In Oberfranken lebt sich’s super! Diesen Schluss lassen die neuesten Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik zu, findet auch der Verein Oberfranken Offensiv. Demnach ist der demographische Wandel nicht mehr so ein großes Thema. Entgegen früherer Prognosen hat sich der vorhergesagte Bevölkerungsrückgang nicht nur abgeschwächt, in den Landkreisen Bamberg und Forchheim werden im Gegenteil sogar Zuwächse erwartet. In den Landkreisen Hof und Wunsiedel sieht der Bevölkerungsrückgang weitaus nicht mehr so schlimm aus wie noch vor acht Jahren prognostiziert.

Oberfrankens Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz stellt fest: „Wir sind auf dem richtigen Weg“.

Die Jusos Oberfranken haben auf die Prognosen jetzt mit Forderungen an die bayerische Staatsregierung reagiert: So brauchen Hof und Bayreuth zum Beispiel wieder einen ICE-Halt. Unternehmen, Privatpersonen und Hochschulen seien gleichermaßen darauf angewiesen. Außerdem müsste die Staatsregierung gut bezahlte und stabile Arbeitsplätze in strukturschwachen Gegenden besser fördern, entweder durch Behördenverlagerungen oder die Stärung von Start-ups und Mittelständlern. Auch in sämtliche Ausbildungszentren, kommunale Krankenhäuser, Kindergärten und Grundschulen müsse die Staatsregierung investieren, meinen die Jusos Oberfranken.

 

Die IHK für Oberfranken sieht  die positiven Seiten der jüngsten Bevölkerungsprognose des Bayerischen Landesamtes für Statistik. Sie sehe anhand des Wirtschaftsbooms einen Aufwind für die Region, mehr junge Menschen würden hier bleiben. Am Vorbild Bamberg und Forchheim könne man außerdem sehen, dass sich der Negativtrend langfristig auch in einen Zuwachs drehen könne. Die beiden Landkreise wachsen nämlich wieder. Eine starke Wirtschaft sei der Schlüssel, damit Oberfranken langfristig über der 1-Millionen-Einwohner-Marke bleibe, so die IHK.