Beschluss: Psychiatrischer Krisendienst für Oberfranken

Unsichtbar, schleichend, gesellschaftlich tabuisiert – es ist nur wenige Jahrzehnte her, dass Menschen mit ernsten psychischen Erkrankungen noch ignoriert, belächelt oder in Anstalten weggesperrt wurden. Damit sich das weiter ändert, bereitet der Bezirk Oberfranken aktuell die Einführung eines Psychiatrischen Krisendienstes vor. Er soll aus den Säulen Leitstelle, mobiler aufsuchender Dienst und einem Netzwerk bestehen. Die Leitstelle fungiert dabei als Erstanlaufstelle und muss zunächst Dringlichkeit und Gefährdung einschätzen, um eine weitere Beratung oder auch Einsätze vor Ort zu veranlassen. Für den Rund-um-die-Uhr-Betrieb an sieben Tagen in der Woche sollen neun Stellen geschaffen werden. Die Kosten von jährlich rund einer Million Euro übernimmt der Freistaat Bayern.