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Bedford-Strohm: Verhältnis zur CSU hat sich verbessert

München (dpa/lby) – Das Verhältnis der CSU-geführten Staatsregierung zu den Kirchen hat sich nach Angaben des bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm spürbar verbessert. «Ich nehme wahr, dass es im Moment eine ausgeprägte Bereitschaft gibt, das Gespräch zu suchen», sagte Bedford-Strohm am Donnerstag im Münchner Presseclub. Die Staatsregierung reagiere in Einzelfällen schnell und konstruktiv. «Insofern hat sich die Atmosphäre seit den letzten Monaten schon deutlich verändert.»

Das Kabinett unter Führung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte im April beschlossen, in den Eingang aller Landesbehörden ein Kreuz zu hängen. Die katholische und die evangelische Kirche warnten daraufhin vor einer staatlichen Vereinnahmung des zentralen christlichen Symbols. Söder hatte die Kritik zurückgewiesen. Bei der Landtagswahl im Oktober stürzte die CSU auf 37,2 Prozent ab und bildete anschließend eine Koalition mit den Freien Wählern.

Der Streit habe zu einem «wachsenden Bewusstsein der besonderen Bedeutung des Kreuzes und auch besonders der kritischen Kraft des Kreuzes» geführt, sagte nun Bedford-Strohm, der auch Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland ist. Das Kreuz dürfe «nicht nur einer zivilreligiösen Ummäntelung irgendeines Landesverständnisses» dienen.