Beck-Prozess: Verurteilung eher unwahrscheinlich

3 Wochen Erholung für den Wunsiedler Bürgermeister Karl-Willi Beck – der Prozess um die Dienstwagen-Affäre im Rathaus ist nach dem gestrigen Verhandlungtag noch nicht abgeschlossen. Beck hatte einem leitenden Ingenieur zwei Dienstwagen zur freien Verfügung gestellt. Es sei der Stadt ein Schaden in Höhe von 1.300 Euro entstanden. Laut seinem Anwalt sei das eine notwendige Zulage gewesen, um den Ingenieur langfristig in Wunsiedel zu halten. Der Kampf um hochqualifiziertes Personal sei für kleinere Kommunen extrem hart. Die Staatsanwaltschaft beharrt auf dem Vorwurf der Veruntreuung. Es geht in dem Prozess bislang hauptsächlich um solche Rechtsfragen. Brisant ist der Fall aber auch vor allem deshalb, weil die Stadt Wunsiedel hoch verschuldet ist und die Finanzen streng kontrolliert werden.
Am 24. Juli geht es vor dem Wunsiedler Amtsgericht dann weiter – eine Verurteilung ist aber unwahrscheinlich. Dazu fehle die Grundlage, schreibt die Frankenpost und zitiert den vorsitzenden Richter.