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Bayerns Innenminister: Tod von Fan in Italien als Mahnung

München (dpa) – Der Tod eines Fußball-Fans am Rande der Partie zwischen Inter Mailand und dem SSC Neapel in Italiens Serie A soll nach Ansicht von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann auch als Mahnung für den deutschen Fußball dienen. «Gewalt und Rassismus sind absolut indiskutabel, egal ob im Fußballstadion oder im Umfeld von Fußballspielen. Das Gefährdungspotenzial von Gewaltbereiten ist auch bei uns hoch», sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Herrmann sieht «vor allem auch die Fußballvereine, den Deutschen Fußball-Bund und die Deutsche Fußball Liga in der Pflicht, bei entsprechenden Vorfällen noch konsequenter zu handeln und die Fußballchaoten noch stärker zu sanktionieren.» Die Fans würden schließlich «friedliche und sichere Fußballspiele» wollen.

Nach Ausschreitungen am Rande der Partie zwischen Inter Mailand und dem SSC Neapel war am Donnerstag ein Fan im Krankenhaus gestorben. Der 35 Jahre alte Inter-Anhänger gehörte nach Polizeiangaben zu einer Gruppe, die einen Wagen mit Neapel-Anhängern angegriffen hatte.

Der senegalesische Fußballprofi Kalidou Koulibaly vom SSC Neapel war außerdem in der Partie von Mailänder Chaoten rassistisch beleidigt worden. Daraufhin wurde Inter zu einer Strafe von zwei Heimspielen vor leeren Rängen verurteilt.