Ein Mann sitzt an einem Bahnhof vor einem Regionalzug auf der Bank., © Tom Weller/dpa/Symbolbild

Bayern und Sachsen fordern von Bund Bahn-Modernisierung

Die Länder Bayern und Sachsen drängen darauf, dass der Bund die Pläne zur Modernisierung der Franken-Sachsen-Magistrale weiter vorantreibt. «Der Stopp des Projekts macht die jahrzehntelangen Bemühungen um eine bessere und direkte Verbindung von Nürnberg nach Sachsen und Tschechien zunichte und ist eine abrupte Vollbremsung auf halbem Weg – vom negativen Klimaeffekt ganz zu schweigen», sagte der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) am Dienstag laut Mitteilung.

Auf bayerischer Seite fahren auf der Magistrale noch umweltschädliche Dieselloks. Doch die Elektrifizierung der Strecke, die Nürnberg und Sachsen sowie Tschechien verbindet, ist nach neuesten Berechnungen des Bundes nicht wirtschaftlich genug, deshalb wird das Projekt nicht weiterverfolgt.

Die Freistaaten Bayern und Sachsen sowie Mandatsträgerinnen und -träger aus der betroffenen Region unterzeichneten am Dienstag eine Resolution, in der sie eine zügige Fortsetzung der Planungen fordern. «Der längst überfällige Lückenschluss zwischen Nordostbayern, Südwestsachsen und der Tschechischen Republik ist nicht nur für die Menschen und die Wirtschaft in der Region von größter Wichtigkeit», heißt es. «Als integraler Bestandteil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes im Kernnetzkorridor Rhein-Donau hat die Strecke nicht nur überregionale, sondern internationale Bedeutung.»

Die Bundesregierung rede davon, mehr für Verkehrswende und Klimaschutz tun zu wollen, sagte Bernreiter weiter. «Bei der Franken-Sachsen-Magistrale ist jetzt monatelang aber gar nichts vorangegangen. Nun teilt der Bund auf einmal auch noch mit, dass die Planungen wegen zu geringer Wirtschaftlichkeit nicht fortgeführt werden sollen.» Das werde man der Bundesregierung «nicht durchgehen lassen»,

Sachsen Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) sagte: «Ich gehe stark davon aus, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist und erwarte vom Bund, dass er sich mit uns dazu an einen Tisch setzt.»