Auf einem Medientermin wird Neuzugang Matthijs de Ligt (M) von Vorstandschef Oliver Kahn (r) und Präsident Herbert Hainer vorgestellt., © dpa

Bayern liebäugelt mit weiteren Transfers

Der FC Bayern München hat bei der Präsentation des neuen Abwehrchefs Matthijs de Ligt mit weiteren Neuzugängen in diesem Sommer liebäugelt. Angesprochen auf Konrad Laimer, Mathys Tel und David Raum ging Vorstandschef Oliver Kahn am Mittwoch in Washington nicht konkret auf einzelne Namen ein, sagte aber: «Wir haben jetzt weitere Gespräche geführt mit diesen Spielern und jetzt muss man einfach schauen. Das Transferfenster ist ja noch eine Weile geöffnet. Manchmal gehen die Dinge sehr zügig voran.»

Dies sei etwa bei den Transfers von de Ligt von Juventus Turin und von Sadio Mané vom FC Liverpool der Fall gewesen, sagte Kahn. «Jetzt war es an der Zeit, auf dem Transfermarkt Ausrufezeichen zu setzen. Wir als FC Bayern wollen weiterhin zu den Top-Vier-Mannschaften in Europa gehören.» Neu bei den Münchnern sind auch Ryan Gravenberch und Noussair Mazraoui von Ajax Amsterdam.

Wegen Mittelfeldspieler Laimer (25) sollen die Münchner in Verhandlungen über die Ablöse mit RB Leipzig stehen. Für das 17 Jahre junge Sturmtalent Tel von Stades Rennes haben die Bayern dem Vernehmen nach auch ein Ablöseangebot im zweistelligen Millionenbereich abgelegt. Zuletzt wurde auch spekuliert, der FC Bayern könne in den Poker um den zum Nationalspieler aufgestiegenen David Raum von der TSG Hoffenheim einsteigen.

«Der FC Bayern ist bekannt dafür, dass er sportlich nicht nur sehr erfolgreich ist, sondern wirtschaftlich auch sehr gut arbeitet», sagte Präsident Herbert Hainer. Auch in der dritten von der Corona-Pandemie beeinflussten Saison werde der Verein wieder einen Gewinn machen. «Unser Ziel ist es nach wie vor, um alle drei Titel mitzuspielen. Um die Finanzen beim FC Bayern braucht sich keiner Sorgen zu machen.»

Besondere Abgänge sind laut Kahn nicht geplant. Wegen der engen Taktung in der durch die Winter-WM in Katar unterbrochene Saison brauche man einen breiten Kader, sagte Kahn.