Bayern fordert Herunterfahren von Gasgroßkraftwerken

Bayern hat vom Bund das sofortige Ausrufen der Gas-Notfallstufe 3 gefordert. Vor allem müssten Gasgroßkraftwerke soweit wie möglich gegen Entschädigungszahlungen heruntergefahren werden, um schneller die Gasspeicher für den Winter auffüllen zu können, sagte der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) der «Augsburger Allgemeinen» (Montag). «Wir verbrennen derzeit riesige Mengen an Erdgas zur Stromerzeugung», sagte Aiwanger unter Verweis auf das bayerische Großkraftwerk in Irsching. «Solange der Strom aus Gas noch lukrativ produziert werden kann, wird es auch gemacht.» Wichtig sei aber jetzt, sofort massiv Gas einzusparen, denn momentan bewege sich beim Auffüllen der Speicher fast nichts mehr.

Außerdem dringt Aiwanger weiter auf die Wiederinbetriebnahme des bayerischen Atomkraftwerks Gundremmingen. Er forderte, auch Isar 2 voll am Netz zu lassen. «Das brächte ein massives Einsparpotenzial beim Gasverbrauch, um endlich unsere Gasspeicher für den Winter voll zu machen.» Andernfalls drohe insbesondere im Süden eine besonders harte Krise, denn Bayern habe als industriestärkstes Bundesland den deutlich höchsten Gasverbrauch.