© Sebastian Gollnow

Über 50 000 Astrazeneca-Impfstoff-Dosen in Bayern erwartet

München/Berlin (dpa/lby) – Der Hersteller Astrazeneca will an diesem Samstag mehr als 50 000 Impfstoff-Dosen an die bayerischen Impfzentren liefern. Das gab das Bundesgesundheitsministerium bekannt. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bestätigte die Angaben dem Bayerischen Rundfunk.

Die 100 Impfzentren in Bayern werden in den nächsten vier Wochen insgesamt mit fast einer Million Impfdosen der Hersteller Astrazeneca, Biontech/Pfizer und Moderna bestückt. Allein Astrazeneca wolle im Februar und der ersten Märzwoche 504 000 Dosen nach Bayern liefern.

Bayern hat seit dem Impfstart am 27. Dezember vor allem in Altenheimen und an Personal des Gesundheitswesens gut eine halbe Million Impfdosen verabreicht. Rund 665 000 Dosen seien bis zum 2. Februar geliefert worden, heißt es vom Bundesgesundheitsministerium.

Bis Anfang März könnte sich das Impftempo nun deutlich beschleunigen. In dem Zeitraum kommen von Biontech/Pfizer dem Ministerium zufolge weitere 410 000 Impfstoff-Dosen und von Moderna knapp 30 000. Insgesamt stehen also bis Anfang März für Bayern rund eine Million zusätzliche Dosen zur Verfügung.

Holetschek warnte im «Interview der Woche», das am Samstagmorgen auf B5 Aktuell ausgestrahlt werden sollte, vor übereilten Lockerungen bei den Lockdown-Maßnahmen, nachdem in großen Teilen Bayerns die Zahl der Neuinfektionen weiter zurückgeht.

«Wir müssen im Auge behalten, wenn wir öffnen – und da sind Schulen und Kindergärten sicher vorne dabei – muss es nachhaltig sein, nicht nur für zehn Tage, sondern mit Perspektive», sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Für Schulen und Kitas werde gerade ein neues Testkonzept erarbeitet, erklärte Holetschek auf B5 Aktuel. Details dazu wollte er nicht nennen, dafür sei es zu früh.

Zu der von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) angestoßenen Diskussion über die Öffnung von Friseurläden sagte der Gesundheitsminister, dass er hier nichts versprechen könne. Er glaube aber, dass die Friseure dabei sein könnten.

© dpa-infocom, dpa:210205-99-318819/3