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Bayern-Basketballer als Titelfavorit

Berlin (dpa) – Der Weg zum Titel in der Basketball-Bundesliga führt nur über den FC Bayern. Die Münchner gehen aus Sicht der Trainer mit überwältigendem Vorsprung als Meister-Favorit in die neue Saison. 14 der 18 Coaches rechnen in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur mit einer erfolgreichen Titelverteidigung der Bayern.

Einzig Denis Wucherer von s.Oliver Würzburg nennt den früheren Serienmeister Brose Bamberg als seinen Top-Anwärter. Ludwigsburgs Coach John Patrick sieht zudem Vizemeister ALBA Berlin auf Augenhöhe mit den Münchnern. Die neue Spielzeit beginnt an diesem Freitagabend (19.00 Uhr) mit dem Spiel von ratiopharm Ulm gegen die Münchner.

«Man muss sicherlich Bayern nennen», gesteht auch ALBA-Coach Aito Garcia Reneses. «Sie haben schon letzte Saison sehr stark gespielt und werden das sicherlich auch diese Saison wieder tun.»

Um die Dreifachbelastung aus Liga, dem auf 16 Teilnehmer erweiterten Pokal und der Teilnahme an der Königsklasse Euroleague zu meistern, verstärkten die Münchner ihren Kader auf gleich mehreren Schlüsselpositionen: Aufbauspieler Maodo Lo kam ebenso wie Center Leon Radosevic von Herausforderer Bamberg, der erfahrene Finne Petteri Koponen wurde vom FC Barcelona verpflichtet. «München ist letztes Jahr Meister geworden und wenn ich mir den Kader anschaue, dann sehen sie dieses Jahr noch stärker aus», sagt Frankfurts Coach Gordon Herbert.

Zudem stehen die Bayern kurz vor dem Transfer von Derrick Williams. Der frühere NBA-Profi wurde 2011 als zweiter Spieler der Talente-Ziehung Draft ausgewählt, erhielt aber zuletzt nur Kurzzeitverträge und spielte auch in China. «Wir sind sehr, sehr guter Dinge, dass es klappt», erklärt Geschäftsführer Volker Stix zuversichtlich vor den letzten medizinischen Tests.

«Der FC Bayern München, da sie das meiste Geld haben», begründet aufgrund dieser Möglichkeiten auch Gießens Ingo Freyer seinen Meistertipp. «Jeder kann jeden schlagen», sagt hingegen Bambergs Coach Ainars Bagatskis, der wie zwei weitere Kollegen keinen Tipp abgeben will. «Daher ist es schwer, einen Meisterfavoriten zu nennen.»

Doch die BBL-Finals sind nicht gerade eine offene Gesellschaft – in den vergangenen neun Jahren holten nur Bamberg (7x) und Bayern (2x) den Meistertitel. Ins Finale schafften es in diesem Zeitraum dreimal ALBA Berlin, jeweils zweimal die EWE Baskets Oldenburg und ratiopharm Ulm sowie einmal die Fraport Skyliners aus Frankfurt.

Als einziger Trainer traut sich Ex-Nationalspieler Wucherer, der in seine erste Saison mit Würzburg geht, einen Außenseiter-Tipp zu. «Ich denke, dass die Bamberger im Kader eine ähnlich hohe Qualität wie der FC Bayern München haben», begründet der 45-Jährige seine Wahl. «Ohne den unglaublich hohen Aufwand in der Euroleague werden sie in dieser Saison wieder ganz oben mitmischen.»