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Bayern-Basketballer über Euroleague: «Große Herausforderung»

München (dpa/lby) – Die Basketballer des FC Bayern rechnen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie mit einer komplizierten Saison in der Euroleague. «Es wird eine sehr große Herausforderung sein», befand Geschäftsführer Marko Pesic am Mittwoch bei einer Pressekonferenz vor dem Pflichtspielauftakt der Münchner an diesem Freitag (20.30 Uhr/MagentaSport) gegen das italienische Spitzenteam Olimpia Mailand. «Wir als Verein werden nicht rumheulen, sondern nach Lösungen suchen.»

Pesic unterstrich, dass der Kontakt mit den Behörden exzellent sei. Insbesondere der Austausch der Vereine untereinander in der Bundesliga und international sei «sehr, sehr respektvoll, sehr, sehr hilfsbereit». Die Bayern bestreiten nach dem Euroleague-Auftakt gegen Mailand anschließend Partien bei Alba Berlin (9. Oktober) sowie eine Woche später Begegnungen in Tel Aviv und Istanbul. Das Auswärtige Amt warnt weiter vor «nicht notwendigen, touristischen Reisen» nach Israel und in die Türkei.

«Reisen ist eine Herausforderung», pflichtete Bayern-Sportdirektor Daniele Baiesi mit Blick auf Reisestrapazen, lokale Corona-Verordnungen und Tests bei. «Als Organisation sind wir aber bereit, uns jeglicher Situation zu stellen.»

Für die Münchner bleiben nach einer zurückliegenden enttäuschenden Euroleague-Saison die Playoffs das Ziel. «Es wäre aber unfair, jetzt darüber zu sprechen», meinte Pesic mit Blick auf eine verjüngte Mannschaft mit dem neuen Trainer Andrea Trinchieri. In der Vorsaison hatten die Bayern die nationalen Titel in Meisterschaft und Pokal verfehlt. Zum Zeitpunkt des Abbruchs der Euroleague-Saison waren die Münchner bereits abgeschlagen. Im Sommer wurde Coach Oliver Kostic dann vom früheren Bamberger Meistertrainer Trinchieri abgelöst.

Die Hoffnungen der Bayern für ihren Start in der Euroleague auf Zuschauer in eigener Halle zerschlugen sich. Es seien keine erlaubt, teilten die Münchner mit. Der Bundesligist wurde nach eigenen Angaben von der Stadt München darüber in Kenntnis gesetzt. Ausschlaggebend für diese Entscheidung sei die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Liegt der Warnwert bei 35 oder darüber, sind keine Zuschauer erlaubt.

«Wir sind vorbereitet, auch kurzfristig, das alles umzusetzen», hatte Pesic über die erforderlichen Rahmenbedingungen in der Corona-Zeit zuvor noch gesagt. In einer Testphase bis Ende Oktober ist zunächst eine Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Hallenkapazität grundsätzlich erlaubt.