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Bayerischer Hochleistungsrechner erreicht Top-Platzierungen

Garching (dpa/lby) – Auf der größten Konferenz und Messe für Supercomputing in Denver (US-Staat Colorado) hat das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Top-Platzierungen erreicht. Mit der nach LRZ-Darstellung erstmaligen Simulation, wie aus den Explosionen von Supernovae und Sternenwinden Sterne entstehen, kamen die Wissenschaftler unter die sechs Finalisten für den Award «Beste Visualisierung im HPC», wie das Rechenzentrum am Freitag mitteilte. HPC steht für High Performance Computing.

Gerechnet wurde die Simulation auf dem aktuellen Höchstleistungsrechner am LRZ, dem SuperMUC-NG. Der Rechner hält weiterhin Platz neun auf der weltweiten Top500-Liste der schnellsten Rechner. «Das hatten wir so nicht erwartet. In unserer schnelllebigen Branche ist es ungewöhnlich, dass es innerhalb der sechs Monate seit der letzten Liste keine Neueinsteiger in den Top Ten gibt», sagte Dieter Kranzlmüller, Leiter des LRZ, einer Mitteilung zufolge.

Für den Einsatz von Höchstleistungsrechnern im Energiesektor nahm Kranzlmüller in Denver eine Auszeichnung des Brachenmagazins HPCwire entgegen. «Wir haben nicht nur die Systeme, sondern auch die klugen Köpfe um eine ideale Forschungsumgebung für Super- und Future-Computing in und für Bayern bereitzustellen», sagte der LRZ-Leiter.

Der SuperMUC-Next Generation (NG) wurde im September 2018 am Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching in Betrieb genommen.