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Bayerische Wirtschaft dringt auf öffentliche Investitionen

München (dpa/lby) – Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft hat angesichts großer Steuerlöcher gefordert, Konsumausgaben auf den Prüfstand zu stellen «und investiven Ausgaben Vorfahrt zu gewähren. Denn allein Zukunftsinvestitionen geben den Takt für eine zügige Erholung vor, die wir dringend brauchen», sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am Freitag in München. Dass die Staatsregierung an der High-Tech-Agenda festhalten und Steuern nicht erhöhen wolle, seien «die richtigen Zeichen».

Nach der jüngsten Steuerschätzung im Freistaat dürfte das Steueraufkommen dieses Jahr um 3,5 Milliarden und 2021 um 3,7 Milliarden Euro niedriger ausfallen als vor der Krise erwartet. «Das reißt gewaltige Löcher in den Staatshaushalt. Die solide Haushaltspolitik des Freistaats in den letzten Jahren bewahrt aber auch die Kommunen vor Schlimmerem», sagte Brossardt.