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Bayerische Staatsoper feiert Doppeljubiläum

München (dpa/lby) – Mit einer Festwoche starten heute in München die Feiern zu 200 Jahre Nationaltheater und 100 Jahre Bayerische Staatsoper. Am 12. Oktober 1818 wurde das neugebaute Haus mit viel Prunk eröffnet. Gut 100 Jahre später, im November 1918, endete das Königreich Bayern und das königliche Hof- und Nationaltheater wurde zur Staatsoper. «Ein Ort, der regelmäßig für Diskussionen sorgt, für Ablehnung, für Zustimmung, doch hoffentlich nie für Gleichgültigkeit», heißt es auf der Internetseite der Oper. «Sie wird geliebt und gehasst – abwechselnd, gleichzeitig, meist für ein ganzes Leben lang.»

Die Jubiläumsspielzeit beginnt heute mit der Uraufführung der Auftragskomposition «Drei Märchenbilder aus der Schneekönigin» von Hans Abrahamsen im Rahmen eines Festkonzerts. Auch zwei Opern sind in den kommenden Tagen im Programm: «Die Meistersinger von Nürnberg» von Richard Wagner mit Generalmusikdirektor Kirill Petrenko und Wolfgang Amadeus Mozarts Oper «Le nozze di Figaro» unter musikalischer Leitung von Ivor Bolton. Der Bariton Christian Gerhaher lädt zu einem Liederabend mit Werken von Franz Schubert. Und am 1. und 2. Oktober folgt das Staatsballett mit «Anna Karenina» von Christian Spuck mit Musik unter anderem von Sergej Rachmaninow.

Auch ausgewählte Besucher dürfen Bühnenluft schnuppern und ihr Können zeigen – am 29. September. «Wir haben für Sie die größten Talente aus unserem Publikum gecastet, die die Gelegenheit nutzen, einmal auf einer großen Bühne zu stehen», schreibt die Staatsoper im Internet. Zudem gibt es an diesem Tag Sonderführungen, die Einblick in die Geschichte und hinter die Kulisse gewähren.