Bayerisch-Sächsisches Städtenetz: Bahnverbindung muss geschützt werden

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 hatte für die Euroherz-Region im November eigentlich nach guten Neuigkeiten geklungen. Die Elektrifizierung der Oberfrankenachse und der Verbindung von Nürnberg über Hof bis nach Tschechien ist dadurch in greifbare Nähe gerückt. Letzere ist der noch fehlende Teil der Franken-Sachsen-Magistrale. Die Bürgermeister aus Hochfranken und Ostsachsen haben bei der jüngsten Tagung des Bayerisch-Sächsischen Städtenetzes jetzt aber Alarm geschlagen.

Im Ausbauprogramm haben nämlich südlichere Verbindungen nach Tschechien auch eine größere Wichtigkeit bekommen. Die Kommunalpolitiker fordern deshalb, die Elektrifizierung des letzten Teilstücks der Franken-Sachsen-Magistrale zwischen Marktredwitz und Nürnberg so schnell wie möglich voranzutreiben. Sie müsse der wichtigste Weg von Deutschland nach Tschechien bleiben, wie es beide Länder auch vor über 20 Jahren festgelegt haben. Dem Plauener Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer ist zudem wichtig, eine direkte Verbindung von Plauen nach Nürnberg zu schaffen – ohne Umstieg in Hof.