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Bauernverband: Artenschutz gesamtgesellschaftliche Aufgabe

München (dpa/lby) – Im Ringen um einen Kompromiss beim zukünftigen Artenschutz im Freistaat hat der Bayerische Bauernverband seine weiteren Verhandlungspositionen abgesteckt. In umfassenden Positionspapieren, die Verbandspräsident Walter Heidl am Dienstag an die Teilnehmer des Runden Tisches verschickte, listet der Verband auf, welche Punkte im Volksbegehren «Rettet die Bienen» aus seiner Sicht «in dieser Form aus fachlichen Gründen nicht umsetzbar» sind. Darunter ist beispielsweise die Regelung zum Walzen von Wiesen.

Der Bauernverband bekennt sich zur Mitverantwortung der Landwirte für den Artenschutz – fordert aber einen «Gesellschaftsvertrag» mit vielen Beteiligten. «Ohne uns Bauern geht es beim Artenschutz nicht. Aber: Das Thema geht alle an und ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe», heißt es in einem der Papiere. «Wir wollen deswegen gemeinsam mit allen Teilen der Gesellschaft den Artenschutz weiter verbessern und den Artenrückgang stoppen. Wir brauchen Partner und wir wollen Partner sein.» Alle müssten Verantwortung übernehmen.

Nach dem erfolgreichen Volksbegehren, an dem sich nach dem offiziellen Endergebnis 18,3 Prozent der Stimmberechtigten beteiligten, ringen Befürworter und Gegner des Gesetzentwurfs um einen Kompromiss. Nach zwei Treffen am Runden Tisch gab es bisher allerdings noch keine inhaltliche Lösung. Nun sollen unter anderem in vier Fachgruppen mögliche Kompromisslinien ausgelotet werden.