Außenansicht des Globe Theaters., © Daniel Vogl/dpa/Archivbild

Bau des Globe-Theaters schreitet voran

Der Bau des Globe-Theaters in Coburg schreitet voran. Als Eröffnungstermin sei weiterhin der September 2023 anvisiert, sagte ein Sprecher der Stadt. Dann beginnt die Theaterspielzeit 2023/24. Das Globe-Theater entsteht auf dem ehemaligen Gelände eines Güterbahnhofs im Süden der oberfränkischen Stadt. Es wird als Ausweichspielstätte für das dringend sanierungsbedürftige Landestheater Coburg dienen.

Wann das Landestheater saniert wird, sei allerdings noch völlig offen, sagte der Stadtsprecher: Die Pläne seien noch im Anfangsstadium. Das Haus am Coburger Schlossplatz wurde im 19. Jahrhundert gebaut und zuletzt in den 1970er Jahren renoviert.

Das Globe-Theater wird, ebenso wie das Landestheater, rund 500 Zuschauerinnen und Zuschauern Platz bieten. Der Bau der Spielstätte soll nach derzeitiger Planung rund 32 Millionen Euro kosten. Ursprünglich sollte das Theater schon Ende 2022 eröffnet werden. Vor einigen Monaten gab die Stadt bekannt, dass sich die Eröffnung um fast ein Jahr verzögere. Grund war die Insolvenz eines Unternehmens, das die Bühnentechnik hätte einbauen sollen.

Die runde Bauweise des Globe-Theaters orientiert sich an britischen Vorbildern, insbesondere dem Londoner Globe Theatre, das durch Aufführungen von Shakespeare-Werken weltberühmt wurde. Die Stadt Coburg fühlt sich mit England traditionell sehr verbunden, denn das Herzogshaus Sachsen-Coburg und Gotha ist mit dem britischen Königshaus verwandt: Prinzgemahl Albert (1819-1861), der Ehemann von Königin Victoria, stammt aus diesem Haus und ist der Ur-Ur-Großvater der 2022 gestorbenen Queen Elisabeth II.