Erzbischof Ludwig Schick spricht beim Karfreitagsgottesdienst., © Matthias Merz/dpa/Archivbild

Bamberger Erzbischof zu Privataudienz bei Papst Franziskus

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick ist von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen worden. Wie der Heilige Stuhl mitteilte, traf sich der Pontifex mit dem 72 Jahre alten Schick am Donnerstagvormittag im Vatikan. Über den Inhalt des im Vorfeld nicht angekündigten Gesprächs gaben weder der Vatikan noch das Erzbistum auf Anfrage Auskunft. Dies sei bei Privataudienzen nicht üblich, hieß es.

Schick reiste extra für den Termin nach Rom und machte sich danach gleich wieder auf den Rückweg. Laut dem Bamberger Erzbistum waren sich die beiden zuletzt im August 2018 anlässlich der Ministrantenwallfahrt in Rom begegnet.

Schick hatte sich in den vergangenen Wochen – auch angesichts der Veröffentlichung des Münchner Missbrauchsgutachtens – für Reformen in der katholischen Kirche starkgemacht. Er sprach sich etwa für die Weihe von Frauen zu Diakoninnen und die Möglichkeit der Heirat von Priestern aus. Auch müsse die Wahl von Bischöfen reformiert werden. Schick ist seit 20 Jahren Erzbischof von Bamberg. Zuvor war er Generalvikar und Weihbischof in Fulda.