Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen., © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Axtmord im Vogtland: Prozessbeginn am Landgericht Zwickau

Gut ein halbes Jahr nach der Tat hat vor dem Landgericht Zwickau der Prozess um den Axtmord im vogtländischen Syrau begonnen. Ein 28-Jähriger soll einen Bekannten im Schlaf überrascht und mit einer Axt mehrfach auf den Kopf geschlagen haben. Das Opfer soll dem Angeklagten zuvor den Strom an einer Garage abgedreht haben. Ärger als Motiv einer so brutalen Tat? 
Der 28-Jährige Angeklagte hat zum Prozessauftakt nichts dazu gesagt. Allerdings sind vor Gericht einige Beziehungsverhältnisse der Beteiligten deutlich geworden: Der Getötete war der Lebensgefährte der Nachbarin und langjährigen Freundin des mutmaßlichen Täters. Sie und der Angeklagte kannten sich seit zehn Jahren und sollen nach Aussagen der Frau sexuelle Kontakte gepflegt haben. Möglicherweise könnte also auch Rache für das Fremdgehen des Opfers eine Rolle spielen. Ein Polizist berichtete außerdem, dass er und seine Kollegen den Angeklagten am Morgen des 12. April Bier trinkend auf einem Plastikstuhl vorfanden. Er habe die Tat zugegeben und später sinniert, dass er nicht gedacht hätte, dass so viel Blut spritzt, wenn man einem Menschen eine Axt auf den Kopf schlägt.
Für den Prozess sind noch zwei weitere Verhandlungstage angesetzt (11. und 23. November).