Autowelt König: Prozessstart wegen Tricksereien bei der Umsatzsteuer

Die Insolvenz der Autowelt König vor sechs Jahren hat in der Euroherz-Region eingeschlagen wie eine Bombe: Immerhin waren über 600 Mitarbeiter an rund 20 Standorten in Oberfranken und der Oberpfalz davon betroffen. Kunden mussten um ihre Anzahlungen für ihre neuen Autos fürchten. Heute beginnt in Hof ein Prozess gegen mehrere Führungspersonen der Autowelt König. Es geht aber nicht um die Insolvenz.

Vielmehr um Steuerhinterziehung und Tricksereien bei der Umsatzsteuer. Da scheiden sich ja die Geister, was noch legal ist, um zu sparen. Und die Autowelt König, die ja bekannt für ihre günstigen Autodeals war, hat da laut Staatsanwaltschaft durch ebenjene Billigpreise die Umsatzsteuer gedrückt. Obwohl das nicht erlaubt ist. Und dann geht’s in einem weiteren Verfahren nochmal um mehrere Millionen an Vorsteuer, die das Finanzamt der Autowelt erlassen hat. Offenbar auch, weil bei Exporten ins Ausland bei der Umsatzsteuer getrickst wurde. Die Ermittler sind schon vor der eigentlichen Insolvenz auf Unstimmigkeiten gestoßen. Vor dem Hofer Landgericht stehen daher der Ex-Chef Thomas K., ein ehemaliger Geschäftsführer und zwei Autoverkäufer.