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Gehörlose Frau von Auto erfasst: Jugendstrafe für Raser

Würzburg (dpa/lby) – Im Prozess um einen Autounfall mit einer gehörlosen Frau hat das Landgericht Würzburg einen jungen Fahrer zu eineinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Die Kammer sprach den 22-Jährigen am Donnerstag der gefährlichen Körperverletzung schuldig. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, die Bewährungszeit auf zwei Jahre festgelegt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Az: 803 Js 22440/19)

Zuvor war die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer vom Vorwurf des Mordversuchs abgerückt. Sie hatte stattdessen eine Verurteilung des Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung zu zweieinhalb Jahren Jugendstrafe verlangt. Dass sich der junge Mann ein illegales Autorennen mit einem anderen Wagen geliefert hat, konnte nicht bewiesen werden.

Als 20-Jähriger war der Mann am 1. Dezember 2019 viel zu schnell durch Würzburg gerast und hatte die gehörlose Fußgängerin, die mit ihrem Hund bei Grün an einer Ampel die Straße überquerte, mit seinem hochmotorisierten Auto erfasst. Frau und Tier wurden leicht verletzt. Der Angeklagte soll innerorts teils Tempo 150 gefahren sein.

Die Verteidigung hatte auf eine Geldstrafe oder Arbeitsstunden wegen eines Vergehens plädiert und darauf verwiesen, dass der junge Mann bereits sechs Monate in Untersuchungshaft gesessen habe.

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