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Ausstellung zeigt Pracht des japanischen Rittertums

München (dpa/lby) – In die Welt der japanischen Samurai können Besucher ab Freitag in der Kunsthalle München eintauchen. Die Ausstellung «Samurai. Pracht des japanischen Rittertums» zeigt mehr als 100 Exponate der US-amerikanischen Sammler Ann und Gabriel Barbier-Mueller. Darunter sind aufwendig verzierte historische Rüstungen, Helme, Masken und Waffen. Der Mythos der Samurai erzähle von Tapferkeit, Disziplin, Loyalität und Selbstaufopferung, aber auch von Verrat, Intrigen und erbarmungsloser Gewalt, sagte Kuratorin Nerina Santorius am Donnerstag in München. Die Schau läuft bis zum 30. Juni.

Die Exponate zeugen von der großen Kunstfertigkeit, mit der die Samurai ihre Ausrüstung fertigen ließen – aus edlen Metallen, Leder, Holz, Lack und Stoffen, oft verziert mit Symbolen, die dem Schutz oder der Abschreckung dienen sollten. Die Krieger waren ab Ende des 12. Jahrhunderts von großer Bedeutung. In Japan begann damals die Herrschaft der Shogun, oberster militärischer Befehlshaber. In den folgenden Jahrhunderten kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen regionalen Samurai-Fürsten. Erst zu Beginn des 16. Jahrhunderts begann eine friedliche Phase. Bis zum Ende der Samurai-Zeit 1868 seien Rüstungen deshalb immer mehr zu Statussymbolen geworden, so Santorius.

Die Sammlung ist sonst in einem Museum im US-amerikanischen Dallas zu sehen, der «Samurai Collection». Das Ehepaar hat sie in fast 30 Jahren zusammengetragen, überwiegend erworben von europäischen Sammlern, die sie im 19. Jahrhundert nach dem Ende der Samurai-Zeit in Japan erworben hatten.