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Augsburg-Coach Herrlich: Nicht zu früh beim Marathon jubeln

Augsburg (dpa) – Rückkehrer Heiko Herrlich misst dem Spitzenspiel des FC Augsburg gegen RB Leipzig für den weiteren Saisonverlauf der Fußball-Bundesliga keine große Bedeutung bei. «Klar, es ist ein Topspiel. Aber beim Marathon-Lauf habe ich auch noch niemanden gesehen, der bei Kilometer drei oder vier jubelnd rumläuft», sagte der Trainer am Freitag. Der 48-Jährige ist nach einem Pneumothorax, einer Ansammlung von Luft zwischen Lunge und Brustwand, für das Heimspiel seines Tabellenzweiten am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zurück an der Linie. «Mit geht es sehr gut», sagte Herrlich.

Verzichten muss der FCA gegen den Spitzenreiter auf Angreifer Alfred Finnbogason, der sich bei der Länderspielreise verletzt hat. Wie lange der Isländer wegen einer Oberschenkelverletzung ausfällt, ist offen. Neuzugang Tobias Strobl winkt dagegen nach Joker-Einsätzen das Startelfdebüt. «Er musste nach seiner Verletzung etwas aufholen und hat sich gut herangearbeitet. Er ist fähig, 90 Minuten marschieren zu können», sagte Herrlich. Strobl war im Sommer aus Gladbach gekommen.

Mit einem Sieg gegen den Champions-League-Halbfinalisten würden die Schwaben erstmals die Bundesliga-Tabellenführung übernehmen. Doch der aktuell erfreuliche Blick auf das Liga-Tableau ist für Abwehrspieler Felix Uduokhai kein Maßstab. «Die Tabelle kann man wegschmeißen. Wir haben erst drei Spieltage», sagte der 23-Jährige. «Das ist eine Momentaufnahme, über die wir uns natürlich freuen.»