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Auerbach: Fotomontage wird für 26jährigen Reichenbacher teuer

Die Fotomontage kommt einen 26-jährigen Reichenbacher teuer zu stehen: Ende Februar postete er auf seinem Facebook-Profil ein Bild von Gesundheitsminister Jens Spahn im Fadenkreuz eines Zielfernrohrs, mit rotem Punkt direkt auf der Stirn. Darunter der Kommentar: „Das verwackelt auf keinen Fall!“ und ein lachendes Emoji. Die Folge: die Polizei durchsuchte die Wohnung des Mannes und beschlagnahmte seinen Computer. Er bekam einen Strafbefehl über 500 Euro wegen öffentlicher Aufforderung zu Straftaten. Weil er dagegen Einspruch einlegte, wurde der Fall gestern vor dem Amtsgericht Auerbach verhandelt. Am Ende gab es eine Verwarnung mit Strafvorbehalt. Der Angeklagte muss 300 Euro an das THW zahlen. Wenn er dies nicht tut, bekommt er eine Geldstrafe aufgebrummt. Der Richter begründete seine Entscheidung damit, dass er keinen direkten Aufruf zu Straftaten sehe, sondern nur die „Störung des öffentlichen Friedens“.