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Auch Biathlon-Weltcup in Ruhpolding coronabedingt ohne Fans

Ruhpolding (dpa) – Auch der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding findet nun coronabedingt ohne Fans statt. Das teilten die Organisatoren am Dienstag mit, nachdem das bayerische Kabinett die Corona-Beschränkungen bis 9. Februar verlängert hatte. «Wir als OK haben bis zuletzt versucht, unseren Fans in irgendeiner Art und Weise das Zuschauen zu ermöglichen unter entsprechenden sehr strengen Schutzbedingungen. Aber wir haben vollstes Verständnis angesichts der aktuellen Infektionszahlen. Wir akzeptieren die Entscheidung zu 100 Prozent», sagte Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer.

Nach Hochfilzen/Österreich, Oberhof und dem kommenden Weltcup in Antholz ist Ruhpolding bereits die vierte Station, bei der in dieser Saison Geisterrennen ausgetragen werden müssen.

Für Ruhpolding ist es ein erneuter Rückschlag, nachdem in der Vorsaison die Rennen wegen der Corona-Pandemie ganz ausgefallen waren und stattdessen ein Doppel-Weltcup in Oberhof ausgetragen wurde.

Ohne Fans wird nun ein Defizit im niedrigen siebenstelligen Bereich zwischen 1,2 und 1,3 Millionen erwartet. «Wir hoffen inständig, dass die Politik uns dahingehend nicht alleine lässt», sagte Pfeifer. Er hofft, dass die Corona-Hilfen für den Profisport verlängert werden und «dass die Entscheidung zugunsten der Wettkampforte getroffen wird. Und wir so auch einen Ausgleich der entfallenen Ticketeinnahmen für den Ort generieren können.»

Die Ausrichter können aber auf Zuschüsse durch den Weltverband hoffen. Die IBU erhöhte vor der Saison den regulären Zuschuss für die Organisationskomitees bereits um ein Drittel, wie IBU-Kommunikationsdirektor Christian Winkler der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. «Die IBU wird nach der laufenden Saison entscheiden, wie eine zusätzliche finanzielle Unterstützung für Veranstalter, die ihre Events ohne Zuschauer durchführen mussten, aussehen wird», sagte Winkler. In der vergangenen Saison hatte die IBU die finanzielle Unterstützung für die Organisationskomitees aufgrund der Corona-Situation bereits verdoppelt.

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