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Atomendlager im Fichtegebirge: Geologie-Experte spricht sich dagegen aus

Zurzeit wehrt sich die Euroherz-Region wieder verstärkt gegen den Bau der Gleichstromtrasse „SüdOstLink“ oder den Ausbau der B303. Die Diskussion um ein Atommüllendlager scheint dabei ein bisschen eingeschlafen zu sein. Neuigkeiten soll es erst im kommenden Jahr geben – dann in Form einer Vorauswahl von 25 möglichen Standorten in Deutschland. Der Leiter des Geoparks Bayern-Böhmen, Dr. Andreas Peterek, zieht das Fichtelgebirge dafür nicht in Erwägung.

Der Grund liegt unter der Erde. Das Gestein im Fichtelgebirge passt zwar grundsätzlich – Granit ist gut geeignet für ein Endlager, weil es widerstandsfähig ist – aber nicht dessen Struktur. Wegen der Spannungen und der gelegentlichen Erdbeben hier in der Region ist der Granit nämlich brüchig und durch die Risse könnte Wasser in das Endlager fließen. Behälter, die dem 1 Million Jahre standhalten, gibt es aktuell nicht, so Peterek. Über dem Granit bräuchte es ihm zufolge auch eine dicke Isolationschicht aus einem anderen Gestein. Das ist hier nicht der Fall.