Artenschutz: Was tun unsere Kommunen eigentlich in Sachen Grünpflege?

Rund 50.000 Unterschriften fehlen noch, damit das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ erfolgreich ist. So der aktuellste Stand. Noch bis morgen können Sie in den Rathäusern unterschreiben.
Was die Initiatoren freut, sorgt bei Landwirten weiter für Kritik: Die angestrebten Gesetzesänderungen erwecken den Anschein, SIE seien allein schuld am Artensterben. Viele Landwirte fragen sich: Was macht eigentlich Rest der Bevölkerung für den Artenschutz, bzw. die Kommunen?

Jürgen Wälzel, der am Landratsamt für die Kreisbauhöfe zuständig ist, sagt: An den Kreisstraßen im Raum Hof gibt es schon enorm viele Blühflächen, Böschungen, Gräben und Mulden, die höchstens einmal jährlich gemäht werden – Ab Juli, wenn die meisten Blumen schon verblüht sind. Nur sicherheitsrelevante Bereiche an den Straßen müssten die Bauhof-Mitarbeiter zwei bis dreimal im Jahr mähen. Damit die Autofahrer eine bessere Sicht haben. Und dann gibt es noch Nebenflächen, wo höchstens alle paar Jahre mal der Rasenmäher drüber muss. Giftige Pflanzenschutzmittel versprühe man schon seit 20 Jahren nicht mehr im Landkreis Hof. Beim Straßenausbau entstehen auch neue, breitere Böschungen, wo wieder heimische Blumen angesät werden, so Wälzel.