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Antikörper-Medikamente sollen in Bayern verabreicht werden

Erlangen/München (dpa/lby) – Nach dem Kauf von 200 000 Dosen eines neuen Corona-Medikaments für ganz Deutschland soll ein Teil der Arzneimittel an sechs Universitätskliniken in Bayern verteilt werden. Krankenhäuser in den jeweiligen Regionen bezögen dann von dort aus ihren Bedarf, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Samstag in München.

Die neuen Corona-Medikamente, sogenannte monoklonale Antikörper, sollen Patienten in der Frühphase einer Covid-19-Erkrankung helfen und einen schweren Verlauf verhindern. Die Kosten sollen sich bundesweit auf 400 Millionen Euro belaufen.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte sich Kontingente von zwei der sogenannten monoklonalen antikörperhaltigen Arzneimittel gesichert. Es handele sich zum einen um den Antikörper Bamlanivimab, der vom US-Pharmaunternehmen Eli Lilly entwickelt wird, zum anderen um die beiden gleichzeitig zu verabreichenden Antikörper Casirivimab/Imdevimab des US-Herstellers Regeneron, hieß es am vergangenen Wochenende.

Monoklonale Antikörper werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen. Monoklonal bedeutet, dass die eingesetzten Antikörper alle gleich sind und das Virus an einem fest definierten Ziel angreifen.

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks hat die Uniklinik Erlangen bereits solche Medikamente erhalten. Diese seien für ganz Mittel- und Oberfranken vorgesehen.

In den USA war auch Ex-Präsident Donald Trump mit einem solchen Medikament behandelt worden.

© dpa-infocom, dpa:210130-99-235324/2