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Anti-Stau-Gebühr: Pro Bahn lobt Vorschlag

München (dpa/lby) – Der Vorstoß des Ifo-Instituts für eine Anti-Stau-Gebühr in München bleibt umstritten. Während die Initiative Pro Bahn die Empfehlung der Experten am Dienstag begrüßte, kam vom bayerischen Handwerk scharfe Kritik. Das Ifo hatte empfohlen, innerhalb des Mittleren Rings eine Gebühr von sechs Euro pro Tag und bewegtem Kraftfahrzeug zu erheben – ohne Ausnahmen und auch für die Bewohner des Gebietes. Ihren Berechnungen zufolge würde dies den Verkehr um knapp ein Viertel reduzieren.

Pro Bahn sprach von einem «guten Ansatz», der auch dafür sorgen würde, «dass Busse und Trams nicht mehr im Stau steckenbleiben». Die Studie habe ergeben, dass die Gebühr Bürgern und Wirtschaft helfe: «Dann muss man auch handeln und sie schnell möglich machen.» Eine soziale Abfederung, wie sie auch in der Studie vorgeschlagen wird, sei nötig – zudem auch eine Ausweitung des öffentlichen Nahverkehrs. Dies könne mit den Einnahmen finanziert werden.

Die Handwerkskammer für München und Oberbayern lehnt den Vorschlag dagegen ab. «So wird München den Titel als staureichste Stadt Deutschlands nicht los», sagte Präsident Franz Xaver Peteranderl. «Eine City-Maut wirkt nur, wenn das Mobilitätsverhalten der Verkehrsteilnehmer änderbar ist. Das ist bei unseren Betrieben, die auf ihre Fahrzeuge angewiesen sind, nicht der Fall.» Daher würde die Gebühr Handwerkerleistungen weiter verteuern, warnte er.