Studierende sitzen bei einer Vorlesung im Hörsaal., © Peter Kneffel/dpa/Symbolbild

Anteil dual Studierender an Gesamtzahl der Studenten gering

Etwa jeder fünfte Studiengang in Bayern ist ein duales Angebot – dennoch sind mit rund 10.300 nicht einmal 3 Prozent aller Studierenden im Freistaat in einem solchen Studiengang eingeschrieben. Bundesweit rangiert Bayern damit auf Platz 11 im Vergleich der Bundesländer nach den Anteilen (Stand: 2019).

Das geht aus einer Studie des Centrums für Hochschulentwicklung und des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung hervor, die am Mittwoch in Gütersloh veröffentlicht wurde. Zum Wintersemester 2019/2020 waren etwa 400.000 Frauen und Männer im Freistaat an einer Hochschule eingeschrieben, derzeit sind es nicht viel mehr.

Bei einem dualen Studium werden die praktische Arbeit in einem Unternehmen und wissenschaftliche Lehrveranstaltungen an einer Hochschule oder Berufsakademie miteinander verbunden. Infrage kommt die Option vor allem für Abiturientinnen und Abiturienten, die sich sowohl gerne eingehend mit Theorie und Hintergründen auseinandersetzen, als auch mit der praktischen Funktion und Umsetzung im gewählten Fachgebiet. Absolventen eines dualen Studiums profitieren in der Regel davon, dass sie von Beginn an Kontakt zum Arbeitgeber haben und früh finanziell unabhängig sind.

Etwa 35 Prozent der dual Studierenden in Bayern haben sich laut Studie für einen Bachelorstudiengang entschieden. Im Schnitt erhielten die Frauen und Männer über alle dualen Angebote hinweg im vergangenen Jahr von den kooperierenden Unternehmen monatlich 998 Euro. Der Bundesschnitt liegt bei 1018 Euro.

Besonders gefragt sind in Bayern Angebote im Bereich der Gesundheitswissenschaften, Ingenieurwissenschaften sowie der Agrar- und Forstwissenschaften. Seit 2006 gibt es zwischen Aschaffenburg und München die Möglichkeit, ein duales Studium aufzunehmen. Im vergangenen Jahr kamen laut Studie auf einen dualen Studienplatz zehn Bewerbungen.