Ladenschluss in Bayern: SPD gegen Sonntags- und Nachtarbeit

23. Mai 2025 , 08:00 Uhr

Das bayerische Ladenschlussgesetz ist bei uns in der Region schon öfter Thema gewesen. Ganz einfach deshalb, weil es mittlerweile viele Selbstbedienungs-Läden auf dem Land gibt, die digital funktionieren. Auch deren Öffnungszeiten regelt das Gesetz. Geplant ist, dass digitale Kleinstsupermärkte ohne Personal, wie etwa „Onkel Emil“ in Leupoldsgrün, rund um die Uhr öffnen dürfen. Bei der Landtags-SPD sorgt das für wenig Begeisterung. Sie hat Änderungsanträge in den Sozialausschuss eingebracht.
Rund um die Uhr als digitaler Kleinstsupermarkt öffnen dürfen – das klingt erstmal praktisch, bedeutet für viele im Einzelhandel aber die verfassungsrechtlich geschützte Sonntagsruhe. Das sagt der Wunsiedler SPD-Landtagsabgeordnete Holger Grießhammer. Nur weil niemand an der Kasse steht, heißt das nicht, dass diese Läden ohne Personal auskommen, gibt er zu bedenken. Wartung und Sicherungsmaßnahmen benötigen schließlich durchaus Personal. Für Direktvermarkter auf Bauernhöfen könne sich die SPD aber Ausnahmen vorstellen. Die angedachten bis zu zwölf verkaufsoffenen Nächte im Jahr sehen die Sozialdemokraten ebenfalls kritisch. Diese Arbeit in der Nacht würde vor allem Frauen treffen, die zusätzlich ihren Familienalltag stemmen müssen. Die SPD plädiert für eine verkaufsoffene Nacht im Jahr – wie bisher.

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