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Allgäuer Liftbetreiber beenden nie begonnene Winter-Saison

Oberstdorf (dpa/lby) – Die großen Skigebiete im Allgäu haben am Freitag mangels Aussicht auf eine Öffnung die gar nicht begonnene Saison offiziell beendet. Der Aufwand zur Vorbereitung der Skigebiete für einen Betrieb wäre immens – und die Aussicht sei vage, sagte ein Sprecherin am Freitag. Zudem gehe es um die Rückvergütung der bereits verkauften Saisonkarten. Diese könnten nun für die nächste Saison verlängert oder rückerstattet werden.

Es geht unter anderem um die Skigebiete am Nebelhorn bei Oberstdorf sowie die Gebiete im Tannheimer Tal und im Kleinwalsertal in Österreich, die von Deutschland aus erreichbar sind. Die Liftbetreiber hoffen nun auf den Sommer: «Sobald es die gesetzliche Lage zulässt, wollen die Bergbahnen, ausgestattet mit den im vergangenen Sommer erprobten Hygienekonzepten, in die Sommersaison starten.»

Auch die Bayerische Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen hatte schon Konsequenzen aus dem Lockdown gezogen: Sie sagte bereits vor einem Monat die Wintersaison für das Skigebiet Garmisch-Classic ab. Die Unsicherheit sei zu groß. Der organisatorische und finanzielle Aufwand, um das Skigebiet startklar zu machen, sei sehr hoch.

Die Skisaison an Deutschlands höchstgelegenem Skigebiet auf der Zugspitze ist aber noch nicht abgeschrieben. Pistenverhältnisse, Wetter- und Schneelage seien gut. Sofern die Entscheidungen der Politik sowie die Wetterbedingungen es zuließen, könnte der Skibetrieb dort bis in den Mai hinein verlängert werden.

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